Marokkanische Bissara mit getrockneten Saubohnen und Olivenöl

Die Bissara ist das marokkanische Wintergericht schlechthin, besonders an kalten Morgen. Einfach und günstig, aber sättigend und wohltuend: Ein großzügiger Schuss Olivenöl, eine Prise Kreuzkümmel und etwas Chili genügen, um daraus eine vollwertige Mahlzeit zu machen.

Alles dreht sich um die getrockneten Saubohnen, die so lange gekocht werden, bis sie völlig zerfallen, und dann zu Püree zerstampft werden. Je länger die Bohnen kochen, desto samtiger wird die Konsistenz. Man isst sie, indem man marokkanisches Brot eintunkt, und mehr braucht es nicht.

Marokkanische Bissara mit getrockneten Saubohnen und Olivenöl

Eine dicke marokkanische Suppe aus zerstampften getrockneten Saubohnen, gewürzt mit Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprika, heiß serviert mit einem Schuss Olivenöl und Brot.
مدة التحضير 15 Minuten
مدة الطهي 1 Stunde
الوقت الكلي 1 Stunde 15 Minuten
عدد الحصص: 4 Personen

المقادير
  

  • 2 Tassen getrocknete, geschälte Saubohnen, über Nacht eingeweicht
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel + etwas zum Servieren
  • 1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
  • Eine Prise scharfer Chili (optional)
  • Salz
  • Olivenöl
  • Wasser

Method
 

  1. Die eingeweichten Saubohnen abgießen und gut abspülen.
  2. Die Bohnen mit dem Knoblauch in einen Topf geben, großzügig mit Wasser bedecken und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen, bis sie völlig zerfallen (etwa eine Stunde).
  3. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz und etwas Olivenöl hinzufügen.
  4. Die Bohnen mit dem Mixer oder Kartoffelstampfer gründlich zerkleinern, bis eine glatte, dicke Masse entsteht, und heißes Wasser hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.
  5. Einige Minuten sanft köcheln lassen und dabei rühren, bis alles gut vermengt ist.
  6. Heiß in Schalen servieren, mit einer Prise Kreuzkümmel und Paprika, einem Schuss Olivenöl und Brot.

ملاحظات

Je länger die Bohnen kochen, desto samtiger wird die Bissara.
Passe das Wasser an die Konsistenz an, die du magst; die Bissara wird beim Abkühlen fester.
Gutes Olivenöl und Kreuzkümmel sind das ganze Geheimnis ihres Geschmacks.

Das Geheimnis einer samtig-glatten Bissara

Alles beginnt damit, die Bohnen über Nacht einzuweichen. Ohne ausreichendes Einweichen bleiben sie fest und brauchen viel länger, bis sie zerfallen. Koche sie bei sanfter Hitze statt sprudelnd: Ein zu starkes Kochen treibt nur den Schaum nach oben, ohne den Kern der Bohne zu garen. Geize beim Wasser während des Köchelns nicht, denn Saubohnen saugen reichlich davon auf. Sobald sie sich leicht zwischen den Fingern zerdrücken lassen, püriere sie noch heiß mit etwas von ihrem Kochwasser, das sorgt für die samtige Konsistenz. Ich gebe den Knoblauch immer gleich zu Beginn dazu, so löst er sich in den Bohnen auf und schenkt eine Tiefe, die man am Ende nicht mehr hineinrührt.

Varianten und mögliche Alternativen

Wenn du keine getrockneten, geschälten Saubohnen findest, ergeben getrocknete Erbsen ein sehr ähnliches Ergebnis mit etwas leichterer Konsistenz. Manche Familien mischen die Bohnen mit einer Handvoll getrockneter Erbsen, um die Farbe aufzuhellen. Du möchtest einen kräftigeren Geschmack? Lege ein Lorbeerblatt mit ins Kochwasser und nimm es vor dem Pürieren wieder heraus. Kreuzkümmel und edelsüßes Paprikapulver bilden die Grundlage, doch eine Spur gemahlener Ingwer oder etwas getrockneter Koriander beleben das Gericht an richtig kalten Tagen. Für eine säuerliche Note brechen ein paar Tropfen Zitrone beim Servieren die Fülle des Olivenöls sanft auf.

Wie man sie am Tisch serviert

Bissara wird sehr heiß gegessen: Sie verliert ihre Seele, wenn sie im Teller auskühlt. Gieße sie ein, ziehe einen Faden natives Olivenöl darüber, dann eine Prise Kreuzkümmel und Paprika und für alle, die es scharf mögen, etwas Chili. Warmes marokkanisches Brot ist ihr natürlicher Begleiter: Man bricht Stücke ab und tunkt Bissen für Bissen ein, ganz ohne Löffel. Ich serviere sie zum Frühstück an kalten Morgen oder als leichtes Abendessen, dazu ein Glas Minztee, schwarze Oliven oder eine eingelegte Zitrone. Ein einziger Teller sättigt und wärmt durch, ganz ohne schwere Beilage.

Aufbewahren und am nächsten Tag aufwärmen

Bissara hält sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank in einem abgedeckten Behälter. Du wirst merken, dass sie im kalten Zustand fest und fast teigig wird, das ist wegen der Stärke der Bohnen ganz normal. Zum Aufwärmen gibst du sie in einen Topf bei niedriger Hitze mit einem Schuss heißem Wasser und rührst ständig, bis sie wieder weich und glatt wird. Sie lässt sich auch gut etwa einen Monat einfrieren; taue sie im Kühlschrank auf und erwärme sie dann auf dieselbe Weise. Mein Tipp: Bereite die gekochten und pürierten Bohnen schon im Voraus zu und stelle sie kühl, dann ist das Essen am nächsten Morgen in wenigen Minuten fertig.

Häufige Fragen

Kann man Bissara mit frischen Saubohnen zubereiten?

Die traditionelle Variante wird mit getrockneten, geschälten Saubohnen gemacht, aber es gibt auch Versionen mit getrockneten Erbsen.

Warum wird die Bissara nach dem Abkühlen fester?

Weil die Stärke der Bohnen in der Kälte fest wird; erwärme sie einfach mit etwas Wasser, damit sie wieder cremig wird.

Wozu wird Bissara serviert?

Heiß, mit Olivenöl, Kreuzkümmel, Paprika und marokkanischem Brot zum Eintunken.

Wie lange brauchen die Bohnen zum Garen?

Nach dem Einweichen über Nacht dauert es etwa eine Stunde bei mittlerer Hitze, bis sie ganz zerfallen. Bleiben sie fest, koche sie weiter und gib heißes Wasser dazu.

Warum ist meine Bissara zu dünnflüssig geworden?

Du hast nach dem Pürieren zu viel Wasser zugegeben. Stelle sie zurück auf den Herd und lass sie ein paar Minuten sanft köcheln, damit sie eindickt, oder püriere eine zusätzliche Handvoll Bohnen hinein.

Kann man sie im Schnellkochtopf zubereiten?

Ja, der Schnellkochtopf verkürzt die Zeit auf etwa zwanzig Minuten, sobald der Druck erreicht ist. Öffne ihn vorsichtig, püriere dann die Bohnen und runde wie gewohnt mit den Gewürzen ab.

Foto: Wikimedia Commons — CC BY-SA

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